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Start Münch-Ferber-Villa Pressezitate

Pressezitate rund um das Thema Münch-Ferber-Villa

 

weitere Artikel zur Münch-Ferber-Villa finden Sie direkt auf der Website der Frankenpost:

 

Erschienen am 20.05.2010 in der Frankenpost:

Das Juwel soll wieder glänzen

Hof - Jetzt, da das Nutzungskonzept steht, wird der Ausbau der Münch-Ferber-Villa zum "Forum Gesundheit" mit aller Kraft nach vorn getrieben. Die Ausschreibungen sind gelaufen, die wichtigsten Gewerke bereits vergeben.

"Wir sind auf einem sehr guten Weg", versichert Architekt Peter Brückner, der bei einer Informationsveranstaltung im Museum "Bayerisches Vogtland" interessierten Bürgern seine Pläne vorstellt. Zufriedenes Gemurmel erfüllt den Saal, als er erwähnt, dass 80 bis 90 Prozent der Arbeiten an Firmen aus der näheren Umgebung vergeben werden sollen. "Wir werden jetzt durcharbeiten, damit das Projekt nächstes Jahr abgeschlossen werden kann."

Schmucke Details

Für Brückner ist die Münch-Ferber-Villa ein Juwel, "ein Haus mit Seele". Diese wolle er dem Gebäude zurückgeben. Dass es sich wirklich lohnt, die Villa zu erhalten, zeigen Lichtbilder, die auf der Projektionsfläche in ständigem Wechsel ablaufen. Sie zeigen das Gebäude von innen und außen, so wie es sich derzeit präsentiert. Alte Pläne und dekorative Elemente zeugen von vergangener Pracht und Herrlichkeit.
Peter Brückner schwärmt von der Geometrie des Hauses, vom weitläufigen Treppenhaus, das den Mittelpunkt bildet, und von den zentriert angeordneten Räumen, die vielfältig genutzt werden könnten. Dann gebe es noch jede Menge schmucker Details, vom kunstvoll gestalteten Treppengeländer bis zu den klassizistischen Türbögen.
Schließlich geht der Architekt auf seine Planung ein. Der Gebäudegrundriss bleibe erhalten. Daher wolle man - dies fordere auch das Amt für Denkmalpflege - ein zweites Gebäude errichten, in dem bis zu 120 Leute Platz finden. Dieser gläserne "Pavillon" werde sich optisch deutlich unterordnen und die schöne alte Rotbuche im Wechsel der Jahreszeiten spiegeln.
Man strebe eine energetische Nutzung an, um die Kosten niedrig zu halten. Die zwei Terrassen und Balkone, auch die Treppenanlage im Park samt Gusseisen-Konstruktion blieben erhalten. Letztere sei derzeit eingelagert.
"Die Balkone ermöglichen ein Brandschutzkonzept, das Sicherheit garantiert und bauliches Ambiente schont", so Brückner, der in diesem Zusammenhang der Stadt Hof und der Regierung von Oberfranken für die gute Zusammenarbeit dankt.
Fenster und Türen sollen ebenfalls in altem Glanz erstrahlen. Glücklicherweise habe man noch einige alte Exemplare aufgetrieben. "Wir bemühen uns um Authentizität", betont der Architekt. Auch der alte Farbkanon sei teilweise in die Planung mit einbezogen worden. Die Dielenböden seien einfach gehalten, passten aber gut zum Charakter des Hauses.

Park kann erweitert werden

"Schade, dass noch nicht der gesamte Park zur Verfügung steht", bedauert Peter Brückner. "Wichtig wäre, dass die Grundstücke nicht bebaut werden." Im Übrigen seien die eineinhalb Jahre der Planung spannend verlaufen. "Besonders schön finde ich, dass es eine positive Bürgerbewegung gegeben hat."
Wenig Fragen sind offen geblieben, zumindest haben sich am Ende der Informationsveranstaltung im Museum nur zwei Bürger zu Wort gemeldet. Ob es nun gar keine kulturelle Nutzung der Münch-Ferber-Villa mehr geben werde, wollte man wissen. Und wie hoch der Kaufpreis gewesen sei.
Jochen Auffhammer erklärte, dass man angesichts der Tatsache, dass die Freiheitshalle erneuert wird und auch noch andere Veranstaltungsorte zur Verfügung stehen, "Gegenwind" verspürt habe. Auch für ein Jugendtheater sei die Villa wohl nicht der richtige Ort. "Aber hier werden viele interessante Veranstaltungen stattfinden", so Auffhammer. Allerdings: Um 22 Uhr müsse Ruhe sein, das habe man den Anwohnern versprochen.
Das "Forum Gesundheit" werde weit über die Grenzen hinaus Bedeutung erlangen, "vielleicht sogar weltweit". Die vier Gesellschafter - Sana-Klinikum, Alexander-von-Humboldt-Klinik, "MedPrevent" und die Hochfranken-Kliniken - vereinten schulmedizinisches Wissen mit einer Medizin, die keine Scheuklappen kenne. "Eigentlich könnten wir sofort anfangen." Die Kosten seien auf fünf Jahre abgedeckt. Dafür bedankte sich vor allem Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, der auf ein baldiges Richtfest hofft.
Was den Kaufpreis betrifft, so wollte Dr. Gisela Strunz nur sagen, dass man mit dem Insolvenzverwalter einen Preis ausgehandelt habe, der niedriger liege als der Grundstückswert. Immerhin gehörten zur Villa 3000 Quadratmeter Grund. Die beiden Nachbargrundstücke seien im Besitz der Textilgruppe und einer privaten Familie.

 

 

Erschienen am 20.05.2010 in der Frankenpost:

Spenden für einen guten Zweck

Rückblende | Was möglich ist, wenn Bürger sich auf unterschiedlichsten Ebenen entschlossen einsetzen.


Hof - Ein Stein sei ihr vom Herzen gefallen, bekennt Dr. Gisela Strunz vom KulturKreis, als das "wunderbare Nutzungskonzept" endlich stand. Da sei für sie klar gewesen: "Die Münch-Ferber-Villa ist gerettet!" Jetzt, nachdem auch die "Mieter" gefunden seien, wolle man Rückblick halten.
Gerade mal zwei Jahre ist es her, dass der KulturKreis gegründet wurde, in dem sich an Kultur interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Hof und der Region engagieren. "Frankenpost-Chefredakteur Johann Pirthauer hat sich an uns gewandt mit der Bitte, ob wir nicht helfen könnten, die Münch-Ferber-Villa zu retten, die sonst dem Verfall preisgegeben sei. Das war die Initialzündung", bemerkt Klaus Degner vom KulturKreis.

Enorme Leistung

Fieberhaft habe man überlegt, ob und wie eine solche Aktion funktionieren könne: Ist die Villa überhaupt noch zu retten? Wie hoch sind die Kosten? Was sagt der Denkmalschutz? Welche Fördermittel stehen zur Verfügung? Wie soll die Villa künftig genutzt werden?

Man habe ermittelt, dass mit 3,5 Millionen Euro Kosten zu rechnen ist, wobei eine Eigenleistung von zehn Prozent zu erbringen sei. Bürgermeister Dr. Harald Fichtner und Dr. Gisela Strunz hätten sich auf verschiedenen Ebenen mit Erfolg um Fördermittel bemüht.

"Die Bausumme war damit schon einmal abgedeckt", so Degner. Die Commerzbank und der Verschönerungsverein, aber auch viele Bürger aus Hof und der Region hätten großzügig gespendet. "Sogar ehemalige Hofer, die heute in den USA leben, haben sich beteiligt", freut sich Klaus Degner.

Peter Eitler habe bei der Erforschung der Geschichte der Münch-Ferber-Villa geholfen. Mit den vorliegenden Unterlagen habe man auch andere davon überzeugen können: Ein solches Kleinod muss gerettet werden. "Wir haben das Geld für das Grundstück zusammenbekommen und der Stadt Hof zur Verfügung gestellt", berichtet Degner weiter und erinnert an sieben Benefiz-Veranstaltungen. Dann sei die Fördergesellschaft gegründet worden, deren Geschäfte Beiratsvorsitzender Jochen Aufhammer in bester Weise führe. Auch die Anwohner habe man informiert. "Wir sind sicher, dass das gesamte Areal durch den Ausbau der Villa zum medizinischen Zentrum aufgewertet wird", versichert Degner.

Jetzt, wo alles so gut gelaufen sei, wolle sich der KulturKreis dennoch weiter engagieren. Bürgerengagement sei ja mehr denn je gefragt, meint Klaus Degner. "Spenden werden nach wie vor gebraucht, noch ist der Eigenanteil von zehn Prozent erst zur Hälfte gedeckt."

Einen Urahn entdeckt

"Wir werden weiterhin Pastete und Tassen zugunsten der Münch-Ferber-Villa verkaufen und uns auf allen Ebenen um Spenden bemühen", sagt auch Dr. Gisela Strunz. Jetzt könne man auch gezielt bei Firmen werben. Sie dankte Jochen Auffhammer für seinen Einsatz. Wie sich herausgestellt habe, sei Walter Münch-Ferber sogar sein Urahn. "Ein Cousin des Ur-Ur-Urgroßvaters", winkt Jochen Auffhammer bescheiden ab. Mit seinem Engagement habe das nichts zu tun.

 

 

Erschienen am 13.05.2010 in der Frankenpost:

Hof wird Zentrum für Gesundheit

Nutzungskonzept | Die Förderer und Betreiber geben Antworten auf häufig gestellte Fragen. In Zukunft soll sich in der ehemaligen Fabrikantenvilla alles um Themen aus dem Gesundheitswesen drehen. Gesellschafter und Mitstreiter aus der Region ziehen an einem Strang.

Von Jan Fischer

Hof - Zwei Hürden auf dem Weg zur "Villa Europa" sind genommen - zwei Bedingungen, die der Hofer Stadtrat gestellt hat, sind erfüllt. Zum einen hat sich eine Fördergesellschaft für die Münch-Ferber-Villa gegründet. Zum anderen liegt jetzt das geforderte Nutzungskonzept vor. Demnach wird Hof nach dem Umbau der ehemaligen Fabrikantenvilla zu einem Zentrum des Gesundheitswesens. Das "Forum Gesundheit" wird in dem Gebäude in der Stadtmitte Hofs entstehen. Das ist das erfreuliche Ergebnis intensiver Bemühungen der Fördergesellschaft. Gestern stellten die engagierten Förderer dem Oberbürgermeister und den Medien das ehrgeizige Konzept vor.

Alle Aktivitäten und Initiativen, die sich rund um die Themen Gesundheit und gesunde Lebensführung drehen, sollen nach dem Umbau in der Villa zusammenlaufen. Dazu hat die Fördergesellschaft die bedeutenden Träger des Gesundheitswesens aus der Region Hochfranken ins Boot geholt. Sie gründen eine gemeinnützige Gesellschaft, um die Kosten für den Betrieb und die Bewirtschaftung zu schultern. Drei Gesellschafter werden die gGmbH gründen:

  • das Sana-Klinikum Hof
  • die Alexander-von-Humboldt-Klinik Bad Steben
  • die Firma "MedPrevent - Gesellschaft für präventive Medizin" Waldershof

 

Drei Schwerpunkte

Das sechsseitige, detailliert ausgearbeitete Nutzungskonzept gibt mit Spannung erwartete Antworten auf häufig gestellte Fragen. Die wichtigste: "Was passiert künftig in der Münch-Ferber-Villa?" Drei Schwerpunkte sind es, die das alte Gemäuer mit neuem Leben erfüllen sollen:

Übers Jahr verteilt wird die Villa zum Schauplatz für Informations-Veranstaltungen. Renommierte Experten kommen nach Hof, um interessierte Bürger über aktuelle Themen aus den Bereichen Gesundheit, Prävention und Krankheit zu informieren. Darüber hinaus wird es Tipps für gesunde Ernährung und Lebensweise geben. Verbraucher und Patienten sollen im "Forum Gesundheit" Beratung finden, wenn sie auf der Suche nach bestimmten Hilfsleistungen für ihre Gesundheit sind.
Die Villa soll ein Zentrum der Fort- und Weiterbildung werden. Fachkräfte aus dem Bereich der Medizin sollen hier Unterricht erhalten. Ziel ist es, in den medizinischen Institutionen der Region - im Wesentlichen den drei Krankenhäusern in Stadt und Landkreis Hof sowie der Alexander-von Humboldt-Klinik in Bad Steben - einen einheitlichen Standard für die Fortbildung zu schaffen. "Vernetzung" lautet das Zauberwort.

Das "Forum" stellt laut Konzept ein Projekt mit Pilotcharakter dar. Erstmals in Deutschland verschmelzen die Erkenntnisse aus den unterschiedlichen Stilrichtungen der Medizin miteinander. Also: Schulmedizin trifft Naturheilkunde, Homöopathie trifft traditionelle chinesische Medizin, und auch die antroposophische Medizin wird eine Rolle spielen. Das Know-how der Schulmedizin und der Naturheilkunde bringen das Sana-Klinikum Hof und die Hochfranken-Kliniken ein. "MedPrevent" aus Waldershof setzt Impulse der traditionellen chinesischen Medizin. Die international renommierte Carstens-Stiftung mit ihrem Trägerverein "Natur und Medizin" bringt sich ein; sie schöpft aus einem reichen Schatz wissenschaftlicher Erfahrungen in der Homöopathie und der Naturheilkunde. Die Alexander-von-Humboldt-Klinik rundet das ganzheitliche Konzept ab: Die Bad Stebener Einrichtung lässt Erfahrungen aus der anthroposophischen Medizin einfließen.

Deutsche Mistel-Akademie

Damit aber nicht genug: Die Carstens-Stiftung plant die Gründung der "Deutschen Mistel-Akademie" unter der Leitung des in Bad Steben tätigen Hofer Arztes Dr. Johannes Wilkens. Diese Institution, die bundesweit einmalig sein wird, stellt eine neutrale Plattform für die unterschiedlichen Richtungen der Mistel-Therapie dar. Die Hersteller von Mistel-Präparaten tauschen sich in dieser Akademie aus. Vier bis fünf Fortbildungskurse und Vorträge sind jährlich vorgesehen.

Das große Ziel aller Beteiligten ist es, dass das "Forum Gesundheit" die gesamte Bandbreite der Gesundheitsregion Hochfranken widerspiegelt. Einrichtungen und Initiativen, die sich mit Gesundheit und Prävention befassen, sollen Gelegenheit bekommen, sich in der Münch-Ferber-Villa zu präsentieren. Dabei lässt das Nutzungskonzept bewusst offen, was konkret in den alten Mauern stattfinden könnte. Es soll ausreichend Freiheit für Kreativität bleiben. Plakatwände sind ebenso denkbar wie Schaukästen oder Informationsmaterial. Vielleicht treffen sich hier einmal Selbsthilfegruppen, vielleicht gibt es spezielle Volkshochschulkurse - oder aber Vereine wie die Kräuterfrauen aus Faßmannsreuth bieten Informatives und Wissenswertes für die Bevölkerung.

Zahlreiche Veranstaltungen stehen auf dem Programm

Sana-Klinikum Hof: Mit medizinischen Vorträgen will das Klinikum sowohl die Öffentlichkeit als auch Partner aus dem Gesundheitswesen informieren. Darüber hinaus liegt Sana die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter am Herzen. Wenn sich das Engagement im „Forum Gesundheit“ bewährt, wird das Klinikum vielleicht an die Gründung einer „Sana-Akademie“ denken. Etwa 20 Veranstaltungen jährlich sind in der Villa geplant.
Hochfranken-Kliniken: Fortbildungen und öffentliche Vorträge stehen im Mittelpunkt. Zehn bis 15 Veranstaltungen sollen pro Jahr stattfinden.
Alexander-von-Humboldt-Klinik: Die Bad Stebener Einrichtung setzt auf Veranstaltungen für Patienten. Dabei will die Klinik ihre besondere Therapiekonzepte vorstellen; aktuelle Erkenntnisse zur Rehabilitation bei Schlaganfall, Parkinson und Demenz rücken ins Blickfeld. Etwa fünf Veranstaltungen soll es jährlich in Hof geben.
MedPrevent: Die Waldershofer Firma konzentriert sich auf die Vorbeugung. Dazu hat das Unternehmen ein Diagnose-Gerät aus der russischen Raumfahrt übernommen und weiterentwickelt; die Basis dafür bildet die traditionelle chinesische Medizin (TCM). Dieses Gerät wird MedPrevent bei etwa 20 Fortbildungen in der Münch-Ferber-Villa vorstellen; Ziele sind insbesondere Ärzte und Zahnärzte. Die Firma verweist auf internationale Kontakte und will Hof ins Zentrum der Forschung für Medizinprodukte rücken.
Carstens-Stiftung: Die Carstens-Stiftung hat bereits zugesagt, einige ihrer Veranstaltungen, die bundesweite Aufmerksamkeit auf sich ziehen, in das „Forum Gesundheit“ nach Hof zu verlagern. Die Fördergemeinschaft der Stiftung – „Natur und Medizin“ – hat ihren jährlichen Gesundheitstag bereits 2008 in Hof und 2009 in Bad Steben veranstaltet. Dafür lässt sich das Forum ideal nutzen.
Regionale Ärzte: Das „Forum Gesundheit“ soll Anlaufstelle und Treffpunkt für den Ärztlichen Kreisverband Hof sowie für das „Praxisnetz Hochfranken“ und das „Hofer Praxisnetz“ sein. Zu besonderen Konditionen sollen die Mediziner aus der Region hier Veranstaltungen ausrichten können. In Vorgesprächen stieß dieses Angebot schon auf reges Interesse.

 

Erschienen am 11.08.2010 in der Frankenpost:

Villa-Umbau steht nichts mehr im Weg

Hof - Die letzten Hürden für den Umbau der Münch-Ferber-Villa zum "Forum Gesundheit" sind aus dem Weg geräumt. Wie die Stadt mitteilt, sind in diesen Tagen zwei wichtige Schriftstücke im Hofer Rathaus eingetroffen. Zum einen hat die Regierung von Oberfranken einen wichtigen Bewilligungsbescheid ausgestellt. Damit sind Zuwendungen für das städtebauliche Projekt im Rahmen der EU-Strukturförderung in Höhe von 1,08 Millionen Euro gesichert. Zum anderen hat das Landesamt für Denkmalschutz die Genehmigung zum vorzeitigen Beginn des Villa-Umbaus erteilt. Damit rückt der Baubeginn für die Sanierung des architektonischen Kleinods aus dem 19. Jahrhundert endgültig in greifbare Nähe.

Stadtrat und Stadtverwaltung haben laut Mitteilung bereits vorgearbeitet, die ersten Aufträge sind vergeben worden. Diese Beschlüsse standen noch unter dem Vorbehalt der Bescheide, die jetzt eingegangen sind. Die Sanierung beginnt mit Baumeister- und Zimmererarbeiten. Auch Gerüstbau und Putz- oder Spenglerarbeiten sowie die Aufzugsanlagen sind bereits vergeben.

"Wichtig ist den Bauleuten, noch bis zum Winterbeginn möglichst viel zu schaffen", erklärt Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner und freut sich über die eingegangenen Bescheide: "Damit kann das, was als eindrucksvolles Engagement der Bürger und der Medien begonnen hat, nun rasch mit den realen Bauarbeiten fortgeführt werden." Auch das Konzept "Forum Gesundheit" sei von den Zuschussgebern als tragfähig erkannt worden. Fichtner: "So wird die Fabrikantenvilla nicht nur saniert, sondern auch mit Themen genutzt, die Strahlkraft weit über Hof hinaus entwickeln." red

 

 

Blitz-Regional vom 25.07.2008:

Die Rettung der Münch-Ferber-Villa in Hof in Sicht!?

Bürgerengagement für ein Stück Bau- und Stadtgeschichte

Noch einen Winter übersteht die Villa nicht, wir müssen handeln und alles unternehmen, dass das Gebäude saniert werden kann.", so Frau Dr. Strunz, Mitglied des Hofer Stadtrates und auch Vorsitzende des Hofer KulturKreises e.V..
Seit Jahren gibt es immer und immer wieder Bemühungen von Bürgern, Vereinen, Firmen etc., die Münch-Ferber-Villa, die inmitten der Stadt steht, zu retten und einer ganz neuen Nutzung zu zuführen. Irgendwie gab es nie eine Lösung. Nun ist eine Lösung in Sicht. Die Chefredaktion der Frankenpost unter Führung von Herrn Pirthauer, der KulturKreis Hof e.V., TVO und die Medien der Region sowie engagierte Bürger haben ein Konzept erarbeitet, nach Möglichkeiten der Finanzierung gesucht und diese gefunden, haben bereits vieles bewegt und viele vom Projekt begeistert ...

Die Geschichte der Münch-Ferber-Villa

Die Münch-Ferber-Villa steht in der Münch-Ferber-Straße in Hof, einer Seitenstraße der Goethestraße, ganz in der Nähe des Bauamtes. Einst zählte sie zu den schönsten und hochherrschaftlichsten Villen der Stadt. Erbaut wurde die Villa im Jahre 1889 von Kommerzienrat Walter Münch-Ferber, einem sehr bedeutenden Hofer Industriellen. Der Herr Kommerzienrat liebte die Toskana und vor allem Florenz. Deshalb ließ er von einem Leipziger Architekten die Villa ganz im florentinischen Stil erbauen — ein Haus, das seine Liebe zu Florenz widerspiegelt.
Es war der Beginn der Gründerzeit, der Aufschwung in Deutschland zeigte sich im prunkvollen Lebensstil der Industriellen und so wurde auch Münch-Ferbers Villa bestens ausgestattet:
Eine elegante Freitreppe in den Garten oder besser gesagt Park, der im englische Stil angelegt wurde und sich bis zur Lessingstraße zog und auch ein barocker Springbrunnen fehlte nicht.
Im Haus deuten noch heute die feinen Materialien auf den damaligen, luxuriösen Stil hin: Eichenholz-Treppen, -Säulen und -Geländer, das Parkett ebenfalls aus dunklem Eichenholz gefertigt. Es gab einen Wintergarten, hölzerne Flügeltüren und den Eingang des Hauses überdachte eine schmiedeeiserne Konstruktion, deren Höhe es erlaubte, dass sogar die Kutschen darunter anhalten konnten. Mit Recht also zählte man das Anwesen zu den schönsten in der Stadt Hof.

Wer war Walter Münch-Ferber?

Walter Münch-Ferber wurde 1850 geboren und zählte zu den bedeutendsten Industriellen der Hofer Textilindustrie. Der Kommerzienrat vertrat außerdem den Hofer Wahlkreis im Deutschen Reichstag in der Zeit von 1893 bis 1904. Er war Mitglied der National-Liberalen Partei. Münch-Ferber führte ein sehr offenes Haus, viele bedeutende Menschen aus nah und fern zählten zu seinen Gästen — darunter sogar der bayerische König Ludwig III. Nach seinem Tod 1931 verließen seine Töchter die Stadt und somit verlor auch seine Villa an Glanz.

Was wurde aus der Villa nach seinem Tod?

Im Dritten Reich befand sich hier das Wehrmeldeamt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kaufte die Vogtländische Baumwollspinnerei das Anwesen und es diente außerdem zur Unterbringung von Flüchtlingen. Im Garten baute man Obst, Gemüse und Tabak an. Später ging die Villa samt Grundstück in die Textilgruppe Hof ein, die -es in den 1990er Jahren an das Immobilienbüro Fuchs verkaufte. Doch auch hier fand sich keine weitere Nutzung des Gebäudes samt Garten bzw. Park. Seit Jahren verfällt das Haus mehr und mehr. Der Garten verwuchert, im Inneren deutet nur noch das dunkle Eichenholz des Treppenhauses auf die Glanzzeit der Villa hin. In den vergangenen Jahren bemühte man sich immer wieder, aber — wie schon erwähnt — gab es keinen erfolgreichen Weg für das Anwesen.

Das neue Projekt

Nun fand sich eine Konstellation aus engagierten Hofern zusammen, die ein ganz neues und sehr vielversprechendes Konzept inklusive Finanzierungsmöglichkeit erarbeitet hat. Zu den Initiatoren zählen u.a. der KulturKreis  Hof e.V., die Chefredaktion der Frankenpost in Person von Johann Pirthauer, Herrn Kießling von TVO, dazu viele Mitglieder des KulturKreises und Bürger der Stadt. Sie alle haben nur ein Ziel: Die Rettung der Münch-Ferber-Villa und die Schaffung einer Begegnungsstätte, eines Forums, für Ost- und Mitteleuropa, das in die Richtungen Wirtschaft, Kunst und Kultur, Theater, Film, Ausstellungen, Medien und Journalismus zielt. Mit der erarbeiteten Nutzungskonzeption und dem vorliegenden Finanzplan, der auf Fördermitteln der EU, des Denkmalschutzes, regionaler und überregionaler Stiftungen und privater Zuwendungen basiert, wird mit der Sanierung der Villa ein Zentrum in Hof entstehen, das seines gleichen in der Region und darüber hinaus sucht. Die Finanzierung baut einzig und allein auf Förder- und private Mittel. Die Stadt Hof wird damit finanziell überhaupt nicht belastet und auch die Mittel, die bereit gestellt werden, wären für kein anderes Projekt der Stadt einsetzbar gewesen.
Mit der Sanierung wird die Münch-Ferber-Villa eine Renaissance erleben — Hof und seine Gäste dürfen sich auf eine Stätte, die Kunst, Kultur und Wirtschaft einmalig verbinden wird, freuen.
Etwas ganz Besonderes sieht das Konzept vor: Unter dem Dach entstehen ein Atelier und eine Wohnung, die für eine bestimmte Zeit einem Künstler — ganz gleich welchen Genres — zur Verfügung stehen wird, um zu arbeiten und um Neues zu schaffen. Das Kunstwerk muss dann der Stadt gewidmet werden.

Medienpartnerschaft für die Rettung der Villa

Um das große Projekt zur Rettung der Villa umzusetzen sowie nach Fertigstellung zu betreiben und zu unterhalten, haben sich bereits viele Partner gefunden — so werden alle Hofer Medien das Projekt begleiten und unterstützen.
Doch es werden weitere Partner gebraucht, die sich für die Rettung der Villa einsetzen. Wer sich diesem einzigartigen Bürgerengagement anschließen möchte, kann sich an den KulturKreis Hof e.V. wenden:

Tel. (09281) 140 27 11 oder (0171) 72 63 62 9 bzw. per

E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und sich dort informieren.


Text & Foto: Kathrin Schröter

 


 

 

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